NEWS

Interview mit Neu-Boardmitgliedern Urs Seiler & Kristin Wittmütz

«Herr Seiler, wenn Ihre Kommunikationsagentur nichts von dem erreicht, was sie uns hier versprechen, was geschieht dann?»

Kurzinterview mit Dr. Urs Seiler, ILEA-Neumitglied und ILEA-Vice President Communications, Managing Partner Smartville Agentur AG, CH – Zürich über die Zukunft der Unternehmenskommunikation.

 

Was bewegt Ihre Agentur Smartville zur Zeit am meisten?

Kommunikation, Public Relations, Pressearbeit befinden sich in einem radikalen Umbruch. Die grosse Zeit der Kommunikationsagenturen ist, ähnlich wie in der klassischen Werbung, vorbei. Agenturen müssen für ihre Tätigkeiten immer mehr einen - messbaren - Leistungsausweis erbringen. Es reicht nicht mehr, dem Kunden zu versprechen: Wir bringen Sie in die Presse. Und wir stellen Ihnen gute Kontakte her. Die Frage ist, in welche Presse und Kontakte zu wem und wie machen wir das überhaupt messbar? Oder: Warum ist Presse der richtige Weg für unsere Akquise, existieren nicht direktere Kanäle?

 

Kommunikationsagenturen müssen heute auch in der Lage sein, einem Kunden Antworten zu Fragen zu liefern wie: Wenn wir für ein ganzes Jahr unseren Kommunikationsetat streichen, was haben wir dann verloren? Oder haben wir sogar etwas gewonnen? Oder: Wenn Sie als Kommunikationsagentur nichts von dem erreichen, was sie uns hier versprechen, was geschieht dann? Wir sehen praktisch wöchentlich Agenturen, die aus diesem Grund ihre Mandate verlieren. Die Unternehmen glauben ihnen ihre Versprechen nicht mehr. Sie haben auch weniger Budgets zur Verfügung als in den letzten 40 Jahren.

 

Die Strukturveränderung in den Printmedien wird diesen Prozess noch akzentuieren. Den Strukturwandel überleben werden mehr oder weniger nur noch Leadertitel. Entsprechend schwierig wird es für Unternehmen und Agenturen, Aufnahme in die redaktionellen Spalten zu finden. Werbe- oder PR-Botschaften haben keine Chance, das funktioniert nur noch mit hochstehendem Content.

Das zweite Thema, das mich beschäftigt, ist die digitale Transformation.

 

Was bedeutet digitale Transformation?

Digitalisierung wird zum Taktgeber der neuen Wirtschaft. Sie führt in der gesamten Wirtschaft zu epochalen Veränderungen. Alte Geschäftsmodelle und Berufsbilder werden durch neue ergänzt oder ersetzt. Dieser Umbruch, das ist meine Überzeugung, wird die Wirtschaft in Zukunft bis hinunter zu Klein- und Kleinstunternehmem prägen und wandeln. Es wird darum gehen, diese digitale Transformation als Chance anstatt als Gefahr zu sehen. Zeitungsverleger zum Beispiel haben das Aufkommen des Internet seit fast 20 Jahren verdrängt und tun das auch heute noch. Sie hoffen darauf, dass irgendwann der Wind wieder dreht. Dass die good old times wieder zurückkehren. Sie werden es nicht. Sparen ist zwar gut, aber bekanntlich kann sich ein Unternehmen auch zu Tode sparen und viele Verleger verdrängen mit diesem Prinzip auch heute noch den verpassten digitalen Anschluss. Eines unserer aktuellen Agenturprojekte ist deshalb die digitale Transformation. Wir sehen sie als Chance und nehmen sie als Herausforderung an. Die Alternative wäre, den digitalen Anschluss zu verlieren. Wer in Zukunft kein digitales Online-Angebot hat, verliert.

 

Was ist gute Kommunikation in fünf Jahren und was kann sie bewirken und was nicht?

Das Hinterfragen des Nutzens beim Einsatz eines Kommunikationsetats wird zur Tagesordnung gehören. Aber was ist gute Kommunikation? Das klassische Modell, eine Botschaft zu verfassen und sie exklusiv über die Printpresse zu vertreiben, ist überholt. Kein Zweifel: Die neuen magischen Kanäle, auf denen Kunden kommunizieren, sind heute Onlinekanäle wie Twitter, LinkedIn, YouTube, Instagram und viele weitere. Wer sich hier aufhält, hat gute Chancen, zu gewinnen. Aber es gilt, sie mit den alten magischen Kanälen zusammen zu bringen. Erst dadurch entsteht wirkungsvolle Kommunikation.

 

Aber wenn klassische Medien nur noch einer unter vielen Kanälen sind, dann ist auch die Reduktion auf herkömmliche Medien- und PR-Arbeit Geldverschwendung, weil Teile der LeserInnen (User) schon lange woanders angekommen sind.

 

In gesättigten Märkten ist es zudem schwierig und mit einer zu hohen Aufwand:Ertrags-Relation verbunden, Neugeschäfte zu generieren, weil Marktlücken ausgeschöpft sind. Aufgabe der Kommunikation ist deshalb stets der Blick über den eigenen, ausgetretenen Unternehmenshorizont hinaus. Einen Weg dahin nennt man Recherche. Gute Kommunikatoren sind auch gute Rechercheure. Sie recherchieren neue Themen, neue Märkte und neue Interessengruppen. Und machen damit nicht ihren Kommunikationsetat, sondern ihre Kunden magisch. Das ist der Grund, weshalb der grosseWerber David Ogilvy gesagt hat, Journalisten seien bessere Kommunikatioren. Nutzen wir sie.

Kristin Wittmütz, Studieninstitut für Kommunikation

Seit mehreren Monaten ist Kristin Wittmütz im ILEA-Board, verantwortlich für den Bereich Education. Kristin Wittmütz sagt, wie’s funktioniert.

 

Kristin, was hat dich neben deinem umfangreichen Job zum Engagement für ILEA bewegen können?

Als Marketing-Allrounderin in der Veranstaltungsbranche treibe ich auch Bildungsthemen inhaltlich mit voran. Gern setze ich das Engagement von Michael Hosang, ISES-Gründungsmitglied und Geschäftsführer des Studieninstituts, im Bereich Education fort.

 

Wofür steht ILEA?

Ganz klar für höchste Qualitätsstandards in der Veranstaltungsbranche. Das trifft übrigens auch auf die Themen Networking, Bildung und Förderung von Nachwuchs-, Fach- und Führungskräften zu. Und deshalb ist der Einsatz des Studieninstituts an dieser Stelle auch absolut sinnvoll.

 

Der Nachwuchs und seine Förderung ist also ein wichtiges Thema?

Ja, unbedingt und überall, wo wir uns einsetzen. Zwei prägnante Beispiele sind etwa der INA, der internationale Nachwuchspreis für alle jungen Kreativkräfte, den wir zusammen mit Partnern jetzt schon zum 10. Mal durchgeführt haben und der Karrieretag, den wir auf der BEST OF EVENTS auch in Kooperation mit Branchenexperten umsetzen. Wir fördern also auf der einen Seite den Nachwuchs und informieren auf der anderen Seite.

Think global, act local

Eventagenturen im globalen Netzwerk

 

Wer über die eigenen Landesgrenzen hinaus im Eventgeschäft tätig ist, ist angewiesen auf starke lokale Partner vor Ort. Die International Special Events Society ISES ist ein globales Netzwerk an erfahrenen Eventprofis und bietet genau das.

 

Globaler Ausblick

Eine globale Perspektive einzunehmen, ist längst kein Privileg großer Unternehmen mehr. Sie stellt sich weltweit in Recherche, Forschung, Aus- und Weiterbildung oder im Wettbewerbsvergleich auch kleinsten Unternehmen. Das Google-Zeitalter hat die weltweite Recherche und Vergleichbarkeit zur Hausaufgabe von Unternehmen gemacht.

Während das Geschäften im globalen Dorf völlig neue, früher ungekannte Dimensionen auftut, kann es für über die eigenen Landesgrenzen hinaus tätigen Unternehmen eine Erleichterung sein, im Ausland auf erprobte, profilierte Partner zu stoßen. Was Google nicht leistet, ist das Herstellen von Vertrauen, wie es etablierte, spezialisierte Netzwerke bieten. Das Mitgliederverzeichnis der International Special Events Society ISES bietet genau das: Ein Netzwerk an erfahrenen, inhabergeführten Agenturen und Dienstleistern der Eventbranche praktisch rund um die Welt, die der auftraggebenden Wirtschaft Steuerungs- und Planungssicherheit in einer unvertrauten Region bieten.

 

Eventtrends

Die Globalisierung hat zu mehr Vergleichbarkeit und der zunehmende Wettbewerb zu einer Verschärfung des Preiswettbewerbs geführt. Resultat ist, dass Auftraggeber von Events eine deutlichere Messbarkeit von Eventmaßnahmen einfordern. Dann hat die zurückliegende, praktisch weltweite Rezession dazu geführt, dass Auftraggeber Leistungen wieder vermehrt im eigenen Hause erbringen. Es hat zu einer Zunahme des Wettbewerbs der Anbieter und einer Reduktion der Zahl an Agenturen geführt. Die Eventagenturlandschaft befindet sich in einem Restrukturierungsprozess, der noch einige Zeit anhalten wird.

 

Education

Die International Special Events Society ISES ist nicht allein ein Netzwerk. Sie ist auch ein Bildungsforum für den persönlichen Austausch und den Wissenstransfer. Branchenwissen und -können auf dem Stand der Zeit sind Voraussetzung, im weltweiten Wettbewerb bestehen zu können. ISES bietet zahlreiche Netzwerk- und Weiterbildungsevents, die in regelmäßigen Abständen und verschiedenen Lokalitäten oder an verschiedenen Events stattfinden.

Auf der IMEX, der Fachmesse für Incentivereisen, Meetings und Events vom 20.- 22. Mai 2014 in Frankfurt zeigte Kevin White, President Elect ISES International, wie die eventtreibende Wirtschaft, die in hohem Masse von Kreativität getrieben ist, von Google, Disney und weiteren innovativen Marktleadern lernen kann. Dr. Urs Seiler, Inhaber der Kommunikationsagentur Smartville in Zürich, sprach zum Thema, wie man mit mentalem Training bessere Resultate, auch im Verkauf, erzielt. Wissen ist ein Wettbewerbselement, die International Special Events Society ISES fördert den Wissenserwerb für seine Mitglieder zuhanden der auftraggebenden Wirtschaft.

 

Kreativ in Seattle

Die International Special Events Society ISES ist ein Verbund von weltweit 7.500 Mitgliedern aus der Eventbranche in über 50 Sektionen (Chapters). Der Auftritt auf der IMEX in Frankfurt lief unter der Federführung von James Morgan, Affiliate Chair ISES EMEA und Inhaber von James Morgan Associates, und Christian Seidenstücker, Präsident ISES Central Europe sowie Teilhaber und CEO der JOKE Event AG mit Niederlassungen in Bremen, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart. Christian Seidenstücker: «Die IMEX Frankfurt 2014 war für die International Special Events Society ISES ein voller Erfolg. Neben dem Treffen und persönlichen Austausch unserer Mitglieder aus aller Welt konnten wir ganz neue Interessengruppen für unsere Organisation erreichen.»

Vom 18. – 20. August 2014 läuft die Wissensplattform „ISES Live“ mit einem der ISES-Spitzenkongresse unter dem Hauptfokus Kreativität weiter. Die internationale Konferenz richtet sich an Eventprofis weltweit. Die ISES betreibt seit Jahren eine permanente und aktive Ansprache von Interessenkreisen und ist offen für neue Mitglieder.


ISES Partnerschaft mit Cvent

Auf der IMEX 2014 in Frankfurt verkündete die International Special Events Society ISES die neue Partnerschaft mit Cvent, dem Marktführer für cloudbasierte Eventmanagement-plattformen. Das Angebot von Cvent reicht von Onlineevents und Registrierungsdiensten über Webinare und zusätzliche, auf ISES-Mitglieder maßgeschneiderte Bildungsinhalte. ISES EMEA Vorstandsmitglied James Morgan sagte auf der IMEX: «Die Partnerschaft mit Cvent wird den ISES-Mitgliedern einen großen Zusatznutzen erbringen und wir freuen uns auf den Aufbau und die Entwicklung der bildungspolitischen Aspekte der Partnerschaft.»

 

ISES Niederlassung Schweiz und Pressekontakt ISES EUROPA:

Smartville Agentur AG, Dr. Urs Seiler, Ernastr. 35, CH-8026 Zürich, Tel. +41 (0)44 240 41 50. Internet: www.smartville.ch, E-Mail: urs.seiler@smartville.ch

 

 

10 Jahre Networking unter europäischen Eventspezialisten

ISES wurde als International Special Events Society vor über 25 Jahren als weltweites Netzwerk von Führungskräften und Inhabern der Live-Kommunkations-Branche in den USA gegründet. In Regionalorganisation, den sogenannten „Chapters" treffen sich die Mitglieder zu Austausch, Weiterbildung und Networking. Die Geburtsstunde des Chapters ISES Europe fand ebenfalls in Amerika statt.

 

Es war die Idee einiger engagierter ISES Mitglieder bei ihren regelmäßigen Treffen in den USA, das Modell ISES auch auf Europa zu übertragen. Qualität und Esprit für die Branche, so lautete und lautet das Credo des Netzwerks. ISES Europe initiiert und vermittelt wichtige Kontakte, um bei allen nötigen und fruchtbaren nationalen und lokalen Unterschieden eine gemeinsame europäische Event-Sprache zu entwickeln. Die Interessen der Mitglieder fördern und Qualität in der Branche sichern steht für ISES Europe klar im Fokus.

Initiator von „ISES Europe" war 2003 Colja M. Dams, damals und heute Geschäftsführer von VOK DAMS. Nach dreijähriger Amtszeit übergab er die ISES-Präsidentschaft 2006 an Martin Osbeck, damals RÖDER Zeltsysteme und Service AG. Der gebürtige Schwede war ebenfalls einer der Gründungsmitglieder von ISES Europe. Auf ihn folgte von 200X bis 2010 Michaela Herzig, seinerzeit bei Disneyland Paris. Heute ist mit Christian Seidenstücker, Gründer und Vorstand der JOKE Event AG, der vierte Präsident in seinem Amt.

 

Zehn Jahre nach der Gründung hat sich ISES Europe mit inzwischen 60 Mitgliedern fest etabliert und bietet seinen Mitgliedern ein europäisches, familiäres Netzwerk mit kurzen Wegen und eigenen Veranstaltungen. ISES Europe vereint führende Eventspezialisten aus ganz unterschiedlichen Segmenten der Branche, die sich durch ihr Engagement und bemerkenswerte Arbeit ein hervorragendes Renommee erworben haben. In einem ausgewogenen Verhältnis umfasst der Kreis unserer Mitglieder Agenturen, Zulieferer sowie Organisationen und Kunden aus der Industrie. So entstand ein fachübergreifender inspirierender Mitglieder-Mix auf Augenhöhe, von dessen Know-how jeder einzelne profitiert. Zusätzlich steht jedem einzelnen auch die gesamte weltweite Organisation mit ihren Aktivtäten, Veranstaltungen und Kontakten offen.

 

Mit der repräsentativen Abbildung der Branche wird einem der Hauptziele von ISES, dem Networking unter Führungskräften, Rechnung getragen. Den Anspruch von ISES Europe, der führende europäische Verband der Event-Branche zu sein, hat das „Chapter" nach seiner Gründung erreicht.

 

Gegründet wurde der weltweite Dachverband ISES 1987 in den USA mit dem Ziel ethisches Verhalten in der Eventbranche zu unterstützen und jedes als einheitlich Ganzes zu betrachten. Es bildete sich ein aktives Netzwerk aus 7000 Eventspezialisten weltweit, die sich regelmäßig treffen, austauschen, neue Geschäftsbeziehungen knüpfen und so den Aktionsradius ihrer Unternehmen stetig erweitern.